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Reflexion des Sonderstammtisches der OIG 30.Juni 2009 Der Abgeordnete im Landtag NRW, Michael Groschek, der außerdem Generalsekretär der nordrhein-westfälischen SPD und Kandidat für den Bundestag ist, wurde von der Oberhausener Interessengemeinschaft für Adoptiv-und Pflegeeltern e.V. zu einem außerordentlichen Stammtisch eingeladen. Herr Groschek zeigte großes Interesse an der Problematik der Adoptiv-und Pflegeeltern und folgte gerne deren Einladung. In kleinem, ganz ungezwungenen Kreis von Pflege-und Adoptiveltern, wurden Probleme dargestellt, erläutert was besser laufen könnte und erklärt wie der Alltag mit in Pflege genommenen Kindern aussieht. Von einigen Sachverhalten hatte Herr Groschek noch nicht gehört und bat spontan Unterstützung an, die er auch sofort damit besiegelte das er der OIG als neues Mitglied beitrat. Der Vorstand der OIG, allen voran die Vorsitzenden Ute Brunow und Uwe Bothe, erläuterten Forderungen der Pflegeeltern an die Politik. <!--[if !supportLists]-->1. <!--[endif]-->Die Erhöhung des Erziehungsbeitrages für Kurz- und Dauerpflege. Der Stundenlohn beträgt nur 0,15 EUR für die Pflegeeltern. 2.Rentenbeiträge für Kurz-und Dauerpflegeeltern. ( wie z.B. bei Pflegegeld der Krankenkassen.) 3.Die Auszahlung des vollen Pflegegeldes ohne anteiligen Abzug des Kindergeldes. Desweiteren wurde auf spezielle Probleme hingewiesen: Kinder, die aus den Familien genommen werden müssen und dann in eine Pflegestelle kommen, haben meist nicht die Möglichkeit in den früheren Kindergarten zu gehen. Wohin mit den 3-6 jährigen ???? Wo sollen sie soziale Kontakte knüpfen? Kindergärten sind zu unflexibel geworden. Es ist nicht möglich ein Kind als Gast aufzunehmen. Das Rabennest war oft die einzige Alternative, wurde aber leider ersatzlos geschlossen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Allgemeinen Sozialdienst des Jugendamtes (ASD) und Pflegekinderdienst der Caritas (PKD), sowie die zwischen dem ASD und der Pflegefamilie, wurde von den Pflegeeltern als nicht immer gut funktionierend dargestellt. Die Probleme sehen die Eltern überwiegend darin, dass es zu wenig Personal im ASD gibt und der PKD nicht mehr federführend sein darf. Außerdem kritisieren sie, dass Termine häufig verschoben werden mussten, weil zu viele Sozialarbeiter zu einem gemeinsamen Termin finden müssen und deshalb Hilfen für Kinder zu spät einsetzen. Pflegefamilien werden ferner nicht als wichtige Dienstleister gesehen und wichtige Informationen werden nicht immer ausführlich oder rechtzeitig weiter gegeben. Bericht von Andrea Bothe, Pressesprecherin der OIG www.oig-online.de
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